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CONTROLLING statt Finanzakrobatik!

Purkersdorf

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Baum

Kann eine Privatfirma 50.000 EUR für ein Projekt bereitstellen und dann 70.000 EUR dafür ausgeben?

Vertrauen Sie einer Privatfirma, deren Chef über den Schuldenstand den Mantel des Schweigens breitet?

Sind Sie besorgt, wenn Sie die Bilanz einer Firma sehen und wissen, dass viele wesentliche Posten nicht darin aufscheinen?

Was die Gemeinde Purkersdorf kann und tut:

  • Budgets überziehen und hinterher Nachtragsbudgets beschließen
  • Den Schuldenstand schönreden und noch immer keine vernünftige Finanzplanung erstellen
  • Großvolumige Bauprojekte über die WIPUR abwickeln und damit für den Gemeinderat unsichtbar machen
  • Kredite zu niedrigen Zinsen aufnehmen und mit der Rückzahlung auf hohe Zinsen warten
  • Ohne interne Kontrollsysteme arbeiten (sozusagen im Blindflug)
Wenn eine Privatfirma das könnte und täte, wäre sie mittlerweile in Konkurs

Ist die Gemeinde jetzt konkursreif? Nein, das Land bürgt und derzeit ist noch ein gewisser Spielraum vorhanden. Aber dieser Spielraum ist sehr klein und daher können Projekte nur im Mimimalausmaß verwirklicht werden.

Eine politische Einheit ist kein Unternehmen. Doch was die Sorgfaltspflicht im Umgang mit Finanzen betrifft, da kann unsere Gemeinde viel von Privatfirmen lernen. Die Beträge, die der Gemeinde für Ausgaben zur Verfügung stehen, entsprechen denen eines ansehnlichen mittelgroßen Betriebs. Die auflaufenden Kosten sind durchaus vergleichbar: Personal, Anlagen, Material, bezogene Dienstleistungen, zu vergebende Subventionen.

Was ist nun der gravierende Unterschied? Eine Firma dieser Größenordnung hat eine doppelte Buchhaltung, die Gemeinde arbeitet mit Kameralistik, so wie alle staatlichen Organisationen. Das ist zwar ein anderes Rechensystem, man kann damit jedoch genauso umgehen wie mit der üblichen Buchhaltung, wenn man sich damit ein bisschen befasst hat. Der große Vorteil der Kameralistik ist, dass bei jedem Ausgaben- und Einnahmenposten auch gleich das Budget ersichtlich ist. Was könnte man damit also anstellen? Richtig! Eine gut funktionierende Kontrolle aufbauen die Basis ist da! Wo Firmen eigene EDV-Systeme extra aufbauen müssen, hat die Gemeinde den Startvorteil, dass die Informationen im Basissystem leicht zugreifbar und täglich aktuell vorhanden sind.

Also - machen wir daraus ein Controllinginstrument! Aber - und hier passiert ein weit verbreiteter Irrtum - Controlling ist nicht gleich Kontrolle. Controlling bedeutet "steuern, führen" und erst in zweiter Linie Kontrolle der Ergebnisse. Es ist wie in der Wirtschaft: wer mit den Zahlen, die die Firma intern erzeugt, nicht führt, nicht das Unternehmen steuert, geht früher oder später in Konkurs. Das kann man 1:1 auf die Gemeinde umlegen. Das beste Kontrollinstrument nützt nichts, wenn es immer erst angewendet werden kann, nachdem der Schaden schon passiert ist. Controlling ist ein Instrument der aktiven Steuerung!

Darum fordern wir:

  • Einrichtung eines Controlling-Systems (= aktives Steuerungsinstrument!)
  • Führen mit Zahlen! Dazu sind sie da!
  • Aktive laufende Budgetüberwachung
  • Rechtzeitiger Alarm bei Budgetüberschreitungen
  • Institutionalisierte Abläufe bei Budgetüberziehungen
  • Aufbau von wirksamen internen Kontrollsystemen
Das beste Budget ist wirkungslos, wenn es hemmungslos überzogen wird und dann locker mit einem Nachtragsvoranschlag korrigiert werden kann!

Gabriele Scholz

Gabi Scholz arbeitet im Controlling der Telekom und kandidiert auf Platz 5 von Liste Baum&Grüne


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Letzte Änderung: 2005-03-01 - Stichwort - Sitemap