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„Melde mich wieder zum Dienst…"

Purkersdorf

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Baum

Einige Klarstellungen in eigener Sache:

Ich wünsche allen LeserInnen, dass sie sich im Urlaub bzw. im Sommer erholen konnten und Energie für den Herbst gesammelt haben.
Nach Abschluss einer Doktorarbeit und nachdem mein Sohn dem Kleinstkindalter entwachsen ist, darf ich angelehnt an einen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten sagen:

Ich melde mich wieder zum Dienst!

Eigentlich müsste es heißen: Ich melde mich wieder zum intensiveren Dienst. Ich war 2000 bis 2002 in der ersten Halbzeit dieser Gemeinderatsperiode als Stadtrat mehr als halbtägig tätig und konnte das finanziell nicht mehr weiter machen. Allerdings war ich nach meinem unbescheidenen Dafürhalten zeitlich wahrscheinlich auch in den letzten 2 Jahren nicht weniger aktiv als so mancheR der 29 GemeinderätInnen, allerdings nicht in der ersten Reihe. Ich freue mich jedenfalls nun auf viele tägliche Gespräche mit PurkersdorferInnen.

Leider freuen sich einige Prominente umgekehrt nicht so. Die Parteizeitungen von SP und VP haben mir jüngst beträchtlichen Raum gewidmet. Ich könnte mich wichtig und geschmeichelt fühlen. Lieber wäre mir allerdings, wenn sie nicht mir als Person, sondern den von mir aufgeworfenen Fragen Raum, Zeit und Energie widmen würden, im Interesse von Purkersdorf: aktuell etwa die höchsten Wasserbezugspreise von 399 NÖ-Gemeinden, den höchsten NÖ-Ozonwert in Purkersdorf, oder nicht zu vergessen: die nach wie vor extrem hohen Schulden der Gemeinde. Leider ist aber offenbar eine Sachdiskussion, wie ich sie in aller Klarheit gerne hätte, offenbar viel verlangt. Es geht offensichtlich darum mir ein Glampferl umzuhängen. Ich erwarte im Sinne des Anstands, dass mir – nachweislich falsch – in den Mund gelegte Zitate korrigiert werden.

Das einfache offenbar für manche schwer zu Begreifende: das Leben jenseits von Parteien

Das Einfache, das für Parteiapparatschiks offenbar schwer zu begreifende, ist: Die Liste Baum ist seit 15 Jahren jenseits von Parteien eine Plattform für verschiedene Menschen, die aus verschiedenen Motiven und bei sonstigen unterschiedlichen Zielen auf Gemeindeebene gemeinsame Ziele haben wie BürgerInneninformation, Demokratisierung, umweltverträgliche Entwicklung und entschiedenes Wirken für soziale Gerechtigkeit. In diesem Rahmen haben wir nie nach Parteimitgliedschaften gefragt, haben aber viele aktiviert. Und das ist meiner Meinung nach der Grund, wieso Grüne und Linke in Purkersdorf niederösterreichweit jeweils die besten Ergebnisse haben.

In guter Gesellschaft mit FREDA MEISSNER-BLAU und PETER KREISKY

Ich habe noch nie aus meiner politischen Richtung einen Hehl gemacht: Vom Christentum kommend ordne ich mich seit jeher als „links" ein, wenngleich es eine eigene Diskussion wäre, was denn „links" heute eigentlich bedeutet. Und das ökologische Denken UND Handeln ist für mich spätestens seit Zwentendorf und Tschernobyl ein absoluter Fixpunkt. Bei der EU-Wahl habe ich nun die „LINKE" unterstützt und dies vor allem damit begründet, dass diese Gruppe die einzige war, die am vorliegenden Entwurf zur europäischen Verfassung die Verpflichtung zur Aufrüstung und das De-facto-Ende der österreichischen Neutralität aufgezeigt hat und für eine österreichische Volksabstimmung über diese Grundfrage für unser Land eingetreten ist. Ich gebe zu, dass das für manche nicht so wichtig ist. Für mich sind die Fragen von Rüstung und Krieg vor dem Hintergrund meiner Familiengeschichte aber wichtig. Nie vergessen kann ich etwa die Erzählungen meines Großvaters, der im ersten Weltkrieg nahe am Verhungern und Erfrieren war und immer wieder sagte: „Das wichtigste is, dass ka Krieg is". Ich halte mich in dieser Frage übrigens auch nicht in schlechter Gesellschaft: Denn auch FREDA MEISSNER-BLAU, die Grün-Ahnherrin oder PETER KREISKY, der Sohn von Bruno Kreisky haben bei dieser Wahl dasselbe getan.

Mit und ohne Partei: Habe mich nicht geändert

An meinen Zielen hat sich eigentlich nichts geändert. Verändert hat sich leider die Mehrheit in der Führung der Grünen in einigen für mich wichtigen allgemeinen Fragen. Daher war für mich dort schon seit einiger Zeit kein direkter Platz mehr, aber ich kann ohne Parteimitgliedschaft genauso leben und handeln; und sehe keinen Grund, nicht mit vielen Grünen wie bisher zusammenzuarbeiten. Und ich finde es auch normal, wenn es in Purkersdorf nun auch Anlaufpersonen für grüne Partei gibt - wie in dieser Zeitung dokumentiert wird. Ich werde natürlich auch weiterhin das gemeinsame Handeln auf jeden Fall mit denen suchen, mit denen dies bisher der Fall war. Und auf Gemeindeebene gibt es sowieso wenig parteipolitische Aufgaben. Wenn etwa die ÖVP in Purkersdorf nun schon mehr Parteimitglieder als WählerInnen hat, dann zeigt dies für mich, dass das herkömmliche Parteidenken dem Ende zugeht. Und so gehe ich gerne voran.

Josef Baum, Tel: 64759


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Letzte Änderung: 2004-09-07 - Stichwort - Sitemap