Purkersdorfer Informationen
4/2000
An
einen Haushalt P.b.b. Verlagspostamt und Erscheinungsort Post Nr.
WOGZ350U 3002 Purkersdorf
KOMPETENT,
BEWÄHRT UND KONSEQUENT
ÖKOLOGISCH UND SOLIDARISCH
HILFSBEREIT, UNEIGENNÜTZIG UND GERADLINIG
Auch für Sie
die beste Wahl:
LISTE BAUM
UND GRÜNE
(foto Scholz film foto baum
Mag. Gabriele
Scholz Mag. Josef Baum:
Auf den weiteren Stellen: Mag. Josef Baum; Inge Schwarzl; Niko Reinberg; Klara Bjetak; Mag Günter Vallant sowie Viktoria Rose und 51 weitere Kandidatinnen und Kandidaten
=58 Mal LIB: Vielfalt, Kompetenz und uneigennütziges Engagement
Es ist an der Zeit .......
„Alles hat seine Stunde
und eine Zeit ist
bestimmt für jedes Vorhaben unter dem Himmel.
Eine Zeit fürs
Geborenwerden und eine Zeit fürs Sterben:
Eine Zeit fürs Pflanzen,
und eine Zeit, das Gepflanzte auszureißen.
... eine Zeit
einzureißen, und eine Zeit aufzubauen.
Eine zeit zu weinen, und
eine Zeit, zu tanzen.
... Eine Zeit zu
umarmen, und eine Zeit der Umarmung sich zu enthalten.
... eine Zeit
aufzubewahren, und eine Zeit wegzuwerfen.
... eine Zeit zu
schweigen, und eine Zeit zu reden.“
Altes Testament Prediger
3 1-7
(S2
Lieber
Purkersdorfer!
Erfreulich ist, dass viele Argumente, mit denen wir jahrlange in Purkersdorf in der Minderheit waren, nun von einer Mehrheit unterstützt werden. Die jahrelange Informationsarbeit war manchem nicht bequem und für uns nicht immer angenehm.
Im Moment ist eine große Wahlkampflawine gestartet worden, bei der wir aus finanziellen Gründen nicht mithalten können. Wohlweislich haben andere Parteien unseren Vorschlag der Kostenbegrenzung und der Führung einer für Purkersdorf produktiven Wahlauseinandersetzung nicht einmal beantwortet. Wir nutzen die Wahlphase auch verstärkt zu konkreten Aktionen z. B. für Verkehrssicherheit und Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Am 2. April werden 29 Gemeinderäte für die nächsten fünf Jahre gewählt. Ein Ende der unseligen absoluten Mehrheit der jetzigen Rathausführung ist möglich und auch nicht unwahrscheinlich. Die Karten werden neu gemischt. Die jetzige Mannschaft hat ihre Chancen gehabt. Die Dominanz einer Partei hat sich nicht bewährt. Wahrscheinlich bleibt im nächsten Gemeinderat bald kein Stein am anderen. Viele neue Gesichter treten auf.
Umso wichtiger wird diesmal eine Stärkung unserer Liste sein. Angesicht der großen Unsicherheit kommt es tatsächlich auch auf jede Stimme an. Wir stehen jedenfalls für Information, soziale Gerechtigkeit, Geradlinigkeit, Fairplay, für eine zukunftsträchtige Planung, für eine Umweltoffensive und für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Wir stehen nicht für weitere Großprojekte, sondern für viele kleinere Maßnahmen, die Purkersdorf verändern
Ziehen Sie bitte eine Gesamtbilanz und treffen Sie die beste Wahl
Mag. Baum Josef Tel 64759 0664 114 22 98
baum.josef@utanet.at
(S3
Leider ist jede persönliche Vorzugsstimme für einen SP-Kandidaten – auch für Schlögl - eine Stimme für die Fortsetzung der unseligen Gemeindepolitik mit der jetzigen Rathausführung.
Liste Baum weist höchsten
Frauen- und hohen Jugendanteil auf
Überblick über Kandidatenzusammensetzung
Frauen: Männer Unter 30
LIB
30:28 5(6)
SP
19:39
1
VP
19:39
5
PUL 4:9 2
F 1:5 3
Die Liste Baum weist die älteste Kandidatin auf und hätte auch die jüngste Kandidatin gehabt; da 19jährige zwar aktives Wahlrecht haben, nicht aber passives, wurde diese Kandidatur aberkannt. Dadurch sind nun 4 Unterdreißigjährige auf der Liste; davon 3 unter den ersten 12
Die Liste Baum weist durch die Reisverschlussregelung(zuerst Frau, dann Mann usw.) bei jedem Wahlergebnis jedenfalls keinen geringeren Frauenanteil als 50 % auf)
Frage an Dr. Fuchs: Was halten Sie vom Versprechen des jetzigen Kanzlers?
„Ich würde auch ein Angebot der
FPÖ ablehnen, einen VP-Kanzler auch als drittstärkste Kraft zu stellen.“
(Wolfgang Schüssel nach dem Ministerrat am 7.9.1999)
Viktoria Rosé:
Warum ich für „Liste Baum und Grüne“ kandidiere:
[foto wie in NR.3
kandidierte 1995 als
Spitzenkandidatin für das LIF in Purkersdorf. Sie verpasste knapp den Einzug.
Diesmal kandidiert sie für die LIB.
Sie war früher
Betriebsrätin bei Leiner.
Viktoria Rosé: „Ich
bleibe bei meinen Überzeugungen. Diesmal gibt es für mich nur die Liste Baum
als ernsthafte Bewegung in Purkersdorf. Wichtig ist für mich:
·
Der Schutz unserer Umwelt, insbesondere im Hinblick auf
nachfolgende Generationen.
·
Das Bekenntnis zur österreichischen Neutralität
·
Die Umsetzung humanitärer Prinzipien
·
Die Reform des Asylverfahrens unter Wahrung der
Menschenrecht“
Die
Liste Baum bleibt die einzige Alternative“
Entfall der
Getränkesteuer
Die letzten „Informationen“ berichteten über die
Folgen eines Entfalls der Getränkesteuer für Purkersdorf.
Mag. Gabriele Scholz hatte noch im Dezember im
Gemeinderat angefragt:
„Welche Maßnahmen sieht der „Finanzplan“ für den
voraussichtlichen Entfall der Getränkesteuer - derzeit etwa 3,2 Millionen öS - vor?“
Antwort:
(Sinngemäß) Keine
Wussten Sie schon,
Mit welchen Stimmzetteln ist zu wählen?
Bei dieser Wahl gibt es einen
amtlichen Stimmzettel, den von der Wahlkommission direkt erhalten. Sie können
jedoch auch einen geeigneten Stimmzettel mitnehmen. Insbesondere einen
Namensstimmenzettels einer Kandidatin oder eines Kandidaten einer Partei.
Allerdings ist dabei wichtig: Die Stimme für eine Person gilt als Stimme für
die Partei, auf deren Liste die Person kandidiert.
Die Verantwortung Schlögls
Mag. Schlögl trägt für die in
Teilbereichen katastrophale Entwicklung in der Gemeinde Purkersdorf nach seinem Abgang eine wesentliche
Verantwortung:
·
Er schlug seine „Erben“ selbst vor.
Positiv bleibt sein großes
Engagement für Anliegen einzelner Bürgerinnen und Bürger und als längerfristig
wirksame Maßnahme die Entscheidung für eine AHS.
Wenn sich nun Herr Mag. Schlögl
mit Vorzugsstimmen wieder als Gemeinderat wählen lässt, so sollte bedacht
werden, dass jede Stimme für ihn unter diesen Umständen eine Stimme für den
Fortbestand der absoluten Mehrheit in Purkersdorf ist und es sollte bedacht
werden, dass damit die unselige Politik der jetzigen Rathausführung um 5 Jahre
verlängert wird.
[schuldengrafik
Als Mag. Karl
Schlögl seine Bewerbung um den SP-Vorsitz zurückzog, brachte er als ein
Argument die hohe Verschuldung der Gesamt-SPÖ vor. Wie hoch ist diese
Verschuldung? Sie beträgt um die 300 Millionen S. Als sich Schlögl als
Bürgermeister verabschiedete, war die Verschuldung der Gemeinde Purkersdorf
zufällig etwa genauso hoch.
Eine Gemeinde hat nun schon viel mehr Schulden als die SPÖ-Österreich: Inzwischen
ist diese Verschuldung von Purkersdorf um fast 50 % weitergestiegen.
Purkersdorf zählt pro Bewohner(in) zu den höchstverschuldeten Gemeinden
Österreichs. Aber noch wichtiger: die Verschuldung wird weiter dramatisch
steigen, weil große beschlossene Investitionen wie Kosten um die neue Schule,
die Großsporthalle, die B1-Überplattung oder der Kanalanschluss an Wien noch zu
bezahlen sind – jeweils etliche Dutzend Millionen. Nicht zu sprechen von nur in
den Raum gestellten Projekten wie der Bahnlärmschutz oder
Gemeindehaussanierungen. Wir gehen bald auf das Doppelte der Schuldensumme zu,
vor der sich Schlögl kürzlich schreckte.
„Andere
kritisieren, wir machen die Schulden für die nächste Generation“...
Innerhalb von 10 Jahren ist Purkersdorf bezüglich Gesamtverschuldung von einer hochverschuldeten zu einer der höchstverschuldeten Gemeinden Österreichs geworden. Natürlich ist nicht der absolute Schuldenstand wesentlich, sondern Maßzahlen wie „Schuldenstand pro Kopf“ oder „Schuldenstand im Verhältnis zu jährlichen Einnahmen“. Jeder, der halbwegs mit Finanzen vertraut ist, wird natürlich auch die Leasingverpflichtungen zu den Schulden zählen. Diese Leasingverpflichtungen nehmen in Purkersdorf einen großen Anteil ein. Wenn Leasingschulden nicht mitgezählt werden, wird das Bild natürlich stark verzerrt.
Natürlich stehen Schulden auch Vermögen gegenüber. Wesentlich ist aber, ob die geschaffenen Vermögen Erträge bringen bzw. ob für die Schulden Zinsen bezahlt werden müssen. Bei vielen Investitionen fallen eben in Zukunft laufende weitere Millionen Kosten an. So etwa bei der Großsporthalle wie sie derzeit geplant ist.
Das dramatische an der Situation in Purkersdorf ist, dass in den nächsten Jahren weitere gewaltige weitere Verschuldungen einzugehen sind, um eingeleitete Projekte, wie den Schulbau,. zu Ende zu führen. Aber auch absehbare Großinvestitionen wie der Bahnlärmschutz oder der Kanalanschluss an Wien kosten Zig Millionen S. D. h., die Verschuldung wird weiter dramatisch ansteigen.
Das allerschlimmste was passieren kann, ist, dass innerhalb kurzer Zeit die Schulden in Schweizer Franken durch eine Frankenaufwertung explodieren.
Es gibt nur sehr wenige Gemeinden, die ähnlich hohe Verschuldungen pro Kopf aufweisen. Etwa Wiener Neustadt, Krems, Judenburg, Hollabrunn, Mürzzuschlag, Frohnleiten, Gerasdorf, Gmünd, Neusiedl am See, St. Gilgen, Ullrichsberg. Jedenfalls kann Purkersdorf inzwischen in der absoluten Schuldenoberliga mitspielen.
· Eine Gemeindepolitik ohne ernsthafte mittelfristige Finanzplanung,
· eine Gemeindepolitik die die Rückzahlung der Schulden einfach hinausschob;
· eine Gemeindepolitik, die mit den öffentlichen Geldern spekulierte und den Sinn für Maß und Ziel verlor.
Das sind die Hauptgründe, warum Purkersdorf in diese triste Schuldensituation geschlittert ist.
(Diagramm
Wienzeile 2: Schimmel seit über 5 Jahren gemeldet
(Foto:
Über pelzstarkem Schimmel in der Wienzeile 6, einem Gemeindebau berichteten wir zuletzt. Hier im Keller
Über
Schimmelbildungen in der Wienzeile 6 berichteten wir zuletzt. Ein weiterer Fall
liegt in der Nachbarschaft.
In einigen Parterrewohnungen der Wohnhausanlage Wienzeile 2 ist ebenfalls Schimmel anzutreffen. Er wurde der Genossenschaft, Hausverwaltung „Neue Heimat“ schon vor über 5 Jahren gemeldet Experten gaben den weisen Rat, mehr zu lüften. Der Schimmel ist aber immer mehr geworden. Auch hier liegt Fahrlässigkeit vor. In einer Wohnung wohnt ein Lungenkranker. Die Gemeinde sollte auch hier einschreiten und sofort durch den Amtsarzt ein Attest bezüglich der Schimmelsituation in den Wohnungen veranlassen.
Die Bürgermeisterin, die sich darin gefällt, jedenfalls indirekt bei der Wohnungsvergabe in diesem Bau mitzureden, hätte sich auch um diese Sache kümmern sollen.
(foto digital Hast Du das?......
Mag. Baum Josef schaut sich die Schimmelwohnungen in der Wienzeile 2 an.
LIB-Verkehrssicherheit
Tullnerbachstraße bei Hellbrücke
Die Liste Baum hat eine
Dokumentation der Zustände auf der Tullnerbachstraße zwischen Kellerwiese und
Hellbrücke erstellt. Zu einzelnen Punkten fanden schon Verkehrsverhandlungen
statt. Es geht um den mangelhaften Fußgängerweg unter der Hellbrücke, die schon
beschlossene Verlegung der Busstation zur Tullnerbachstraße, fehlende
Gehsteige, zu hohe Geschwindigkeitsbegrenzungen, Sanierung des
Holzlagerplatzes, Sicherung der Fußgängerübergänge und um die Schaffung eines
Radweges. Im Laufe des Jahres sollen nun Sanierungsarbeiten beginnen. Wir
werden auf ein sinnvolles Gesamtkonzept drängen.
(2Fotos
70 kmh vor Growohnbauten, 60 kmh im
„Niemandsland“, Sinn?
[Zu 2.Foto
Unsichere Zebrastreifen
Für einen menschenfreundlichen Verkehr in der Wienerstraße
[Hier hast Du einen Film...
Das Leben in der Wienerstraße hat durch Lärm und Abgase an Lebensqualität verloren. Eine Initiative von BürgerInnen startete daher mit Unterstützung der LIB eine Unterschriftenaktion für ein Um- und Rückbaukonzept für getrennte Rad- und Fußwege, für besser Ampelschaltungen, eine 50 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung, verstärkte Kontrolle und Maßnahmen zum Lärmschutz sowie weitere Maßnahmen.
Nun wurden an die 200 Unterschriften an die Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft übersandt. Demnächst wird eine Verkehrsverhandlung stattfinden.
Kontaktpersonen der Bürgerinitiative sind Frau Elke Höfer (Tel. 610 96) und Frau Ingeborg Rehberger (Tel. 633 23) und Klara Bjetak (Tel. 662 54).
[foto
Kürzlich wurde eine Purkersdorferin schwer verletzt, als sie den Fußgängerübergang an der Grenze zu Wien in der Wienerstraße überqueren wollte. Der Fahrer nahm die Schuld auf sich. Dieser Fußgängerübergang muss daher schnell besser gesichert werden.
500
Tote könnten noch leben
Im vergangenen Jahr hat der Wahnsinn auf Österreichs Straßen wieder einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Anzahl der Todesopfer ist wieder über 1000 gestiegen. Dazu kommen noch Tausende Verletzte mit bleibenden Leiden.
Würde der Verkehrssicherheitsstandard auf das Niveau vieler europäischer Länder angehoben werden, so könnte die durchschnittliche Zahl der jährlichen Todesopfer auf den Straßen auf etwa 500 gesenkt werden, was dem europäischen Durchschnitt entspräche. Der Verkehrsclub Österreich hat dazu ein Programm aufgestellt: „- 50 %!“. Die LIB legt konkrete Vorschläge zur Realisierung dieses Programms auch in Purkersdorf vor. Wir hoffen damit die Gesundheit vieler Verkehrsteilnehmer zu retten, insbesondere etwa von Kindern.
Obere
Tullnerbachstraße
Frau Peer-Nunner – zuletzt
auch LIB-Kandidatin sammelt Unterschriften n für folgende Forderungen:
[foto
·
Herstellung eines ausgebauten
Gehsteiges auf der Südseite und
dessen Verbreiterung auf der Nordseite im Bereich Gemeindegrenze –Franz
Steinergasse
·
Weitere Um- und
Rückbaumaßnahmen ähnlich wie in Untertullnerbach bei gleichzeitiger Schaffung eines Radweges
·
Die nachhhaltige Kontrolle von
Geschwindigkeitsbeschränkungen und der anderen Verkehrvorschriften
durch die Exekutive.
Neue Studie widerlegt altes Gefälligkeitsgutachten.
Land NÖ sagt: Kreuzung B1 – Herrengasse wird heillos
überfordert sein.
In der letzten Nummer berichteten wir als letzte Meldung von einem Verkehrsgutachten des Landes, in dem bei der Ausfahrt aus der Herrengasse in Spitzenstunden mit 500 bis 600 Fahrzeugen gerechnet wird. Die Leistungsfähigkeit der jetzigen Ampelanlage beträgt ca. 300 PKW pro Stunde. „Dieser Wert wird daher um das Doppelte überschritten“! Zwar muss man zu dieser Erkenntnis kein Experte sein, aber jetzt sagt das auch ein Experte.
Damit werden auch alle bisherigen Beschwichtigungen der Gemeindezuständigen ad absurdum geführt. Für teures Geld ließ sich die Gemeinde eine Studie anfertigen, in der der Kreuzung B1 – Herrengasse auch nach den Grobauten eine „ausreichende Leistungsfähigkeit“ attestiert wird. 2 Jahre wurden durch Nichtstun versäumt. Nun muss es durch entsprechende Umbauten und vor allem ein Gesamtverkehrskonzept eine Lösung geben, wie es die LIB seit 2 Jahren fordern und von den Verantwortlichen verschleppt wird.
(Foto
Programmiertes Verkehrschaos an der Kreuzung B1- Herrengasse
Höchst vergnüglich war die Fernsehserie „Der ideale Kandidat“ vor einigen Wochen. Pikanterweise wurde auch in der „erfundenen“ Gemeinde mit Fremdwährungskrediten“ spekuliert. Dadurch wurde letztlich ein Fiasko ausgelöst. Es ist zu hoffen, dass Purkersdorf dieses Schicksal nicht bevorsteht
Die Zeitschrift der Wirtschaftskammer zu Fremdwährungskrediten
(Aus: die Wirtschaft 9/99)
wie sich über diese Zeiträume Wechselkurse entwickeln, kann nicht vorhergesehen werden; auch dass in den letzten Jahrzehnten mit Yen- oder Franken-Krediten über lange Zeiträume meist erhebliche Mehrkosten aufgrund der Wechselkursentwicklung entstanden wären, bedeutet nicht zwangsläufig eine ähnliche Entwicklung in Zukunft. Es ist schlicht und einfach ein Glücksspiel.
[foto
Für die offensichtliche „Verödung“ des Hauptplatzes tragen sowohl das Team um die Bürgermeisterin wie auch die ÖVP maßgebliche Verantwortung. Die ÖVP stellt den Gewerbestadtrat, die SPÖ hat die absolute Mehrheit. Die fundamentalen Fehler begannen in der Schlögl-Zeit. Eine notwendige Vermarktung des Hauptplatzes, ein ernsthaftes Gesamtkonzept und die vereinte Suche nach interessanten Geschäften wurde nie ernsthaft betrieben. Stattdessen begnügte man sich mit Spektakeln und Huldigungen. Nur wenig Geschäfte konnten eine gesunde Basis entwickeln. Als Billa Meinl übernahm, wurde zwar lamentiert, aber völlig unkompetent gehandelt. Wie die Purkersdorfer Informationen nachwiesen, machte die Bürgermeisterin alles mögliche, nur nicht das Notwendige. Die von den Gewerbetreibenden gesammelten Unterschriften wurden weder an das zuständige Wirtschaftsministerium, noch an die zuständige Stelle in Brüssel weitergeleitet, die die Übernahme auch der Purkersdorfer Meinl-Filiale prüfte.
Mag. Baum machte bei der ersten Gemeinderatssitzung der laufenden Wahlperiode 1995 darauf aufmerksam, dass der Stadtplanungsausschuss unter Leitung der ÖVP insgesamt fehlbesetzt ist. Tatsächlich kamen von diesem Ausschuss auch kaum mehr irgendwelche wesentlichen Vorschläge. Es wird vor allem nur mehr genehmigt, was geplant ist. Die notwendigen Überlegungen auf die Gesamtheit fehlen. Die Folge: eine weitere, ziemlich unkontrollierte Siedlungsentwicklung, extrem zunehmender Verkehr und nun das sich abzeichnende Verkehrschaos um die neuen Zentrumsbauten.
[foto
Erschwindelte Auszeichnung wird noch immer verwendet. Die Purkersdorfer Informationen wiesen über 3 Seiten nach, dass die Gemeinde Purkersdorf durch falsche Angaben über Länge und Beschaffenheit der Radwege in Purkersdorf sich die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Gemeinde“ erschwindelt hat. Die Selbstsicherheit der Bürgermeisterin ist so groß, dass sie es nicht für nötig hält, eine durch falsche Angaben erschwindelte Urkunde aus dem Vorraum des Bürgermeisterzimmers entfernen zu lassen.
Eine Episode in einer öffentlichen Veranstaltung vor einigen Monaten:
Bei einer Vorstellung einer Arbeit von Experten über Purkersdorf wurde die Bürgermeisterin gefragt, welche Maßnahmen die Gemeinde bzw. die Gemeinde umsetzen wird. Die Bürgermeisterin antwortete: „Das kommt auf 20 Gemeinderäte an. Diese 20 Gemeinderäte sind die derzeitigen Gemeinderäte der SPÖ.“ Die sonstigen Gemeinderäte werden offenbar für so unwichtig gehalten, dass sie Experten eines Ministeriums nicht einmal genannt werden.
4
Neuer Bezirkshauptmann - Dank an den Scheidenden
Ab 1. 1. 2000 gibt es einen neuen Bezirkshauptmann. Mag. Wolfgang Straub folgt auf den scheidenden Bezirkshauptmann Dr. Helmut Leiss. Wir wollen ihm für seine korrekte Amtsführung danken. Insbesondere soll daran erinnert werden, dass er in einer kritischen Situation, als die Frau Bürgermeisterin 1997 eine Friedensdemonstration verbieten lassen wollte, er die friedliche Kundgebung doch erlaubte und so alles klaglos über die Bühne ging.
[
Nahversorgung – Hauszustellung
Reaktion auf Leserbrief
Eine Frau aus der Postsiedlung
teilte uns mit, dass entgegen einer Erkundigung einer Leserbriefschreiberin
Magnet auch Hauszustellungen in Purkersdorf tätigt (unter der Nr. 01/27500).
Die Pauschalgebühr beträgt S 48,-- pro Lieferung. Lieferungen erfolgen rund um
die Uhr.
Auch der neue Feinkostladen in
der Libro-Passage sagte Hauszustellungen jüngst zu.
eines Jugendlichen
[foto
Ich
arbeite gerade an einem Filmprojekt. Gemeinsam mit Purkersdorfer Jugendlichen
und einem Filmemacher drehen wir einen Videoclip.
Freunde und Bekannte, denen ich Ausschnitte und Sequenzen aus dem Clip
gezeigt habe, reagierten teilweise sehr kritisch. Ich bin froh über diese
Kritik, denn es ist das erste Mal, dass ich so ein Projekt durchführe, und
Fehler, auf die mich andere aufmerksam machen, bringen mich nur weiter, helfen
mir, besser zu werden!
„Wir arbeiten. Andere
kritisieren“, plakatiert Bürgermeisterin Eripek. Wie sie das wohl meint?
Könnte
es sein, dass sie etwa doch nicht alles richtig macht, wie sie vorgibt? Könnte
es für sie nicht wichtig sein, von jemandem auf Fehler aufmerksam gemacht zu
werden?
Gedanken, die mir beim Anblick der SPÖ-Wahlplakate durch den Kopf
gegangen sind ...
Übrigens: wer das Jugendzentrum kennt, weiß, wie bedeutend dieses für
viele Jugendliche ist. Das Jugendzentrum ist das Ergebnis des Zusammenwirken
engagierter Menschen auch aus verschiedenen politischen Richtungen. Könnte es
nicht ein Beispiel auch für andere Bereiche in Purkersdorf werden?
niko
Niko Reinberg kandidiert an 4. Stelle der Liste Baum und Grüne
Niko ist 23 Jahre, studiert Kultur- und
Sozialanthropologie, internationale Entwicklung, Englisch und Spanisch
und arbeitet bei der mobilen Betreuung im Jugendzentrum.
Wiener Stadtwerke
Belohnung für hohen Stromverbrauch
Die geplanten Strompreissenkungen ab 1. Mai werden für 70 % der Kunden nur sehr gering ausfallen. Nämlich für jene, die weniger als 2.500 KWh jährlich verbrauchen. Das stellt aus ökologischen und auch aus sozialen Gründen einen Rückschritt dar. Dadurch die von der Bundesregierung beschlossene Elektrizitätsabgabe, kann es sogar passieren, dass sogar Kleinverbraucher mehr zahlen müssen als bisher. Nur wer viel Strom verbraucht, wird vergleichsweise besser aussteigen. Die LIB schlägt vor, dass die Gemeinde mit aller Bestimmtheit gegen diese unsoziale und unökologische Maßnahme protestiert und eine Änderung als Klimabündnisgemeinde verlangt.
Dazu kommt – wie schon berichtet - , dass Wien einen Teil des Stroms durch Lieferungen aus Deutschland aus Atomkraftwerken bezieht. Wo bleibt das atomkraftfreie Österreich? Und nun stehen sogar die Tschechen mit billigem Atomstrom vor der Tür, weil sie die Kosten für die Lagerung des Atommülls nicht einrechnen.
Carsharing
in Purkersdorf ?
LIB-Kandidat Wolfgang Mayer startete in den
Purkersdorfer Informationen 4/96 eine Initiative für „Autoteilen“ in
Purkersdorf und unterstützt jetzt den erneuten Anlauf von Mag. Eitel dafür:
Mittlerweile ist das Konzept des Autoteilens weithin
bekannt und europaweit benutzen viele tausende Nicht-Autobesitzer Fahrzeuge
eines Pools, ohne selbst die Fixkosten für diese Fahrzeuge tragen zu müssen.
Als ich im Jahr 1992 Mitglied des Wiener Carsharingvereins „Autonative“ wurde, gab es in Wien genau 2 Fahrzeuge und
meine Mitgliedsnummer lautete auf 127. Inzwischen wurde die Autonative
ausgebaut und wird von ÖAMTC, Denzel und den ÖBB betrieben. In Wien stehen mehr
als 60 Fahrzeuge zur Verfügung, in ganz Österreich etwa 130 Autos.
Die Palette an Typen reicht von low-cost Wagen wie Hyundai Atos bis zu
großzügigen Limousinen, Off-road Fahrzeugen, Mini-Vans und im Sommer
Cabriolets, Type FIAT Barchetta.
Die Fahrzeuge befinden sich an fixen Standplätzen wie beispielsweise Parkhaus
Westbahnhof oder U3 Parkhaus Ottakring. Um ein Fahrzeug zu reservieren wird
eine 0 bis 24 Uhr – Buchungszentrale angerufen und ein Wagen für eine bestimmte
Zeit lang gebucht. Die Wagenschlüssel befinden sich in Tresoren in der Nähe des
Standplatzes, für die jedes Mitglied einen Schlüssel besitzt.
Die Kosten für setzen sich aus Kosten je Stunde, je Kilometer und einem fixen
Betrag pro Monat zusammen. Für mich zeigte sich im Lauf der Jahre, dass der
Kilometer etwa 6 Schillinge kostete.
Mit dem Konzept lässt sich eine ganz bestimmte Lücke an
„Beförderungsfällen“ abdecken. Carsharing ist nur neben der Benützung der
öffentlichen Verkehrsmittel für lange Strecken und im täglichen Gebrauch und
neben der Benützung von Taxis im Kurzstreckenbereich sinnvoll.
Purkersdorf besteht eindeutig ein Bedarf für dieses Mobilitätskonzept.
Notwendig sind dafür mindestens 8 Mitglieder, für die dann 1 Wagen in
Stadtzentrum hinterstellt würde. Die Stadtgemeinde überlegt, den Standplatz für
einen Wagen als Teil eines Gemeinde-Fuhrparks zur Verfügung zu stellen und wäre
dann selbst eines der 8 Mitglieder.
Meine Erfahrungen als Autoteiler haben mich zu einem begeisterten Anhänger des
Konzepts gemacht. Es gestattet Leuten, die auf den Kauf eines Autos verzichten
wollen, über uneingeschränkte Mobilität zu verfügen. Das Konzept ist das bei
weitem wirtschaftlichste und ökologische!
Die Organisation des Autoteilen hat in den 8 Jahren, in denen ich Wagen aus dem Pool benutze lückenlos gut
funktioniert. Die Disziplin der anderen Benutzer ist in Ordnung. Es gab in etwa
100 Fällen, in denen ich einen Carsharing-Wagen benutzte vielleicht 2
Zeitpunkte, zu denen das reservierte Auto nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zur
Verfügung gestanden hatte.
Purkersdorfer und Leute aus der Nachbarschaft mögen sich an mich: Wolfgang
Mayer, Tel. 02231/68161 oder an die offizielle Adresse des Denzel-Drive
Carsharings wenden:
Hrn. Manfred Pfnier, 01 71199 1480.
Welches Wasser hat Purkersdorf?
Einige mehr oder weniger zuständige Leute der SPÖ rühmen sich, dass Purkersdorf das „Wiener Wasser“ hat. Dies stimmt insofern, als im Normalfall – außer im Süßfeld und angrenzenden Bereichen, wo auch Tullnerfelder Wasser dabei ist – allerdings übergeht man mit dieser Formulierung folgende wichtige Tatsache: das Purkersdorfer Wasser ist meist eine Mischung von 60 % Hochquellwasser und 40 % Wasser aus dem Wienerwaldsee. Dieses Wasser aus dem Wienerwaldsee – ebenfalls „Wiener Wasser“ - ist eines der wenigen Trinkwasserangebote, die in Österreich aus Oberflächengewässern gewonnen werden. Bekanntlich gibt es im Oberflächengewässer wesentlich mehr Schadstoffeinträge als sonst. Es erfolgt zwar eine Reinigung, aber allein der Geschmack sagt vieles.
Das Ziel muss auf jeden Fall sein, 100 % Hochquellwasser und der Wienerwaldsee nur als Reserve.
Vorankündigung
Das im Vorjahr so erfolgreiche Künstlerfest „Klein Montmartre“ soll am 26. Mai wieder ähnlich am Hauptplatz stattfinden. Und zwar von 16 – 24 h.
Liste Baum auch
im Internet:
http://members.surfeu.at/baum.josef
Impressum: Die Purkersdorfer Informationen sind die
Zeitung der Liste Baum in Purkersdorf, die auch als Gemeinderatsfraktion tätig
ist. Sie schreibt über (sonst wenig veröffentlichte) Tatsachen und bringt
Vorschläge in die Gemeindepolitik mit der Perspektive einer ökologischen und
solidarischen Gesellschaft ein. Medieninhaber, Herausgeber, Verleger und für
den Inhalt verantwortlich: Liste Baum, p. A. Mag. Josef Baum, Kaiser-Josef-Straße
57-63/34, 3002 Purkersdorf Tel 02231 64759, 0664 114 22 98;
Layout: Karl Berger