Beim Bau der Westbahn entstand der Bahnhof Purkersdorf, heute Unter-Purkersdorf. Mehrere Jahre blieb dies die einzige Bahnstation auf Purkersdorfer Gemeindegebiet. In den 1870er Jahren war der Wunsch nach weitern Haltestellen formuliert worden. Die Ursache dafür war die Bedeutung des Ortes als Tourismuszentrum, der Wunsch nach einer zentrumsnahen Bahnstation und der Wunsch vieler Grundstücksspekulanten, durch eine neue Bahnstation Wiesen für Sommervillen aufschließen zu können.

BLAU eingezeichnet sind die Bahnhöfe, GRÜN die Haltestellen. Bahnhöfe sind Betriebsstellen, in denen Züge beginnen, enden, oder einander ausweichen können. Bahnhöfe werden von Einfahrsignalen oder Trapeztafeln begrenzt. Sie müssen zumindest eine Weiche enthalten.
Zur Eröffnung 1958 gab es nur den Bahnhof Purkersdorf im Gemeindegebiet, davor den Bahnhof Weidlingau, der 1993 seinen Bahnhof-Status verlor und heute Haltestelle Wien-Hadersdorf heisst. Danach gab es den Bahnhof Preßbaum, der heute Tullnerbach-Pressbaum heisst.
1874 kam die Haltestelle Tullnerbach dazu, die seit 1897 Unter-Tullnerbach heisst. 1881 wurde auf Druck der Bevölkerung beim Stadtzentrum die Haltestelle Kellerwiese eröffnet, die ab 1900 Purkersdorf-Kellerwiese, 1908 Purkersdorf-Ort, 1926 Purkersdorf-Gablirtz und schließlich ab 2010 Purkersdorf-Zentrum heißt. Gleichfalls 1881 entstand Ober-Weidlingau, da die Station auf Purkersdorfer Gemeindegebiet liegt, wurde sie 1895 Unter-Purkersdorf genannt. Nach Eröffnung des Sanatoriums 1906 wurde sie 1908 schließlich auf Purkersdorf-Sanatorium umbenannt. Schlußendlich entstand 1898 Weidlingau-Wurzbachtal, die 2003 auf Wien-Weidlingau umbenannt wurde und die Station für die Wurzbachtal-Purkersdorfer ist. 1926 wurde Purkersdorf in Unter Purkersdorf umbenannt.