Purkersdorf Online

Klöstertour 2012


 Greta Aschermann, Manfred Bauer und Pater Alois vor dem Widerstands-Gedächtnisort im Kloster St. Lambrecht

 
Die TeilnehmerInnen der Klöstertour 2012, in der Mitte Gastmeister Pater Alfred

Die Stadtbibliothek Purkersdorf hat über ein halbes Jahr lang ein Projekt vorbereitet, das am 15. Juni unter dem Titel „Klöstertour“ schließlich umgesetzt werden konnte. Der Hintergrund dieses Projekts besteht in der langen Tradition monastischer Bibliotheken, die zu den Pionieren der heute öffentlichen Büchereien zählen.
 

17 Personen aus Purkersdorf sowie aus den Nachbargemeinden Gablitz und Tullnerbach reisten an diesem strahlenden Spätfrühlingstag mit den Sportbussen der Stadtgemeinde nach Seckau. Die 800 Jahre altehrwürdige Benediktinerabtei gilt als eine der geistlichen Oasen der Stille und der Schönheit. So übt etwa die eindrucksvolle spätromanische Kreuzigungsgruppe in der Apsis der Basilika eine Anziehungskraft aus, die nicht nur von der Erhabenheit dieses Kunstwerkes ausgeht. Es ist der Gekreuzigte selbst, der mit seinen ausgebreiteten Armen zum Näherkommen einlädt, vor allem jene, die „müde und beladen“ seien, wie das Matthäus-Evangelium erzählt. Die ehemalige Kreuzkapelle beherbergt heute einen beeindruckenden Zyklus in FreskoTechnik, die „Seckauer Apokalypse“. Von 1952 bis 1960 vom Künstler Herbert Boeckl geschaffen, zählt die Szene aus der Offenbarung des Johannes zu den bedeutendsten Werken sakraler Kunst in Österreich nach 1945.
 

Nach dem Besuch von Seckau reisten die TeilnehmerInnen weiter nach St. Lambrecht, wo sie im dortigen Benediktiner - Kloster Quartier nahmen.
Das Kloster St. Lambrecht betört durch eine tiefe Spiritualität, die gleichermaßen als unerschöpfliche Kraftquelle wie als medidative Aura bei jedem Schritt zu spüren ist, den mensch innerhalb und außerhalb der heiligen Gemäuer unternimmt.
In der gotischen Stiftskirche oder im Chorgestühl beten und feiern die Mönche, die Gläubigen der Pfarrgemeinde von St. Lambrecht sowie die Gäste des Klosters die Gottesdienste, die Festgottesdienste und die liturgischen Morgen- Mittags- und Abendandachten in einer tiefen und beseelten Spiritualität, die selbst solche zu erfassen vermag, die dem Glauben fern stehen. Die andachtsvolle Stille und Schönheit des Ortes, an dem die klösterliche Gemeinschaft, der Konvent, und ihre Gäste leben, leuchtet wohl als ein sanfter Widerschein tiefer Harmonie und Friedens in das Herz jedes Menschen, der das Kloster aufsucht.
Der Besuch des Zisterzienser – Stiftes Heiligenkreuz mit der abendlichen Vesper, von den „singenden Mönchen“ des Stiftes im weißen Habit gefeiert, bildete den würdigen Abschluss der Klöstertour 2012.

An dieser Stelle sei besonderer Dank abgestattet: An Herrn Werner Kernreiter, der die TeilnehmerInnen in seinem Sportbus mit sicherer und kundiger Hand an das jeweilige Ziel brachte. Dank gilt auch und in besonderer Weise Frau Dr. Greta Aschermann, die maßgeblich zum Gelingen der Klöstertour beigetragen hat.
mb

 


AnfangZum Anfang der Seite
Letzte Änderung: 2012-06-25 - Stichwort - Sitemap